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Was ist Branding & was eine Marke?

In einer Welt voller Marken begegnen wir jeden Tag gutem und schlechtem Branding. Aber was macht ihre Magie aus? Ein Marke hat einen grossen Einfluss auf Unternehmen, weil sie Produkten oder Dienstleistungen eine Identität verleiht.

Was ist Branding?

Branding und Marken begleitet uns alltäglich. Im Alltag begegnet uns Branding die ganze Zeit in der Form von Marken. Wir sehen Marken, wir benutzen, tragen, essen, fühlen und sehen Marken – immer und überall, jeden Tag.

Eine Marke ist ein immaterieller, also einen rein emotionaler oder erdachter Wert, Geschichte, Symbol, Gefühl oder Bild (Image). Eine Marke ist ein Vermögenswert für seinen Inhaber. Branding ist die Kunst Marken zu erschaffen und zu pflegen, dies kann tausend Formen und Anwendungen haben.

Da Einstellungsveränderungen langsam stattfinden, ist Branding ein langfristiger Prozess.

Definition: Branding

Branding (dt. Markenbildung) beschreibt den ganzheitlichen Prozess, eine Marke in den Köpfen der Zielgruppe und Kunden zu verankern und zu profilieren (Image). Branding ist die aktive Form einer Marke.

Branding ist der Prozess, der einer bestimmten Organisation, einem Unternehmen, einem Produkt oder einer Dienstleistung Bedeutung verleiht, indem eine Marke im Bewusstsein der Verbraucher geschaffen und geformt wird. Es ist eine Strategie, die von Organisationen entwickelt wurde, um den Menschen zu helfen, ihre Marke schnell zu erkennen und zu erleben, und ihnen einen Grund zu geben, ihre Produkte denjenigen der Konkurrenz vorzuziehen.

Zu den Schlüsselelementen einer erfolgreichen Markenstrategie gehören Zweck, Konsistenz, Emotion, Flexibilität, Mitarbeiterbeteiligung, Loyalität und Wettbewerbsbewusstsein.

Was ist eine Marke (Brand)?

Marken sind komplex. Für viele Personen repräsentiert eine Marke primär ein Logo oder einen Namen. Wiederum andere betonen die Wichtigkeit von Reichweite und Bekanntheitsgrad, die einer Marke innewohnen.

Eine Marke ist das wahrgenommene Image eines Produkts oder einer Dienstleistung. Sie wird durch Elemente wie Design, Verpackung und Werbung geschaffen, die das Produkt von seinen Konkurrenten unterscheiden.

Marken sind nicht greifbar (immateriell), das impliziert, dass eine Marke weder sichtbar noch berührbar ist. Sie schaffen ein Image, das die Zielgruppe von einem Unternehmen, Produkt, Service oder sogar einem Gedanken oder einer Bewegung hat, zu prägen und emotional erfahrbar zu machen.

Was ist der Unterschied zwischen Brand, Branding & Marketing?

Brand, Branding und Marketing sind zentrale Begriffe im Geschäftsumfeld, die oft miteinander in Verbindung gebracht werden, aber unterschiedliche Bedeutungen und Schwerpunkte haben. Ihr Ziel ist immer, die gesetzten Ziele zu erreichen.

BrandBrandingMarketing
DefinitionRepräsentiert die Wahrnehmung eines Unternehmens, Produkts oder Dienstleistungs in den Köpfen der Menschen.Branding konzentriert sich auf die Markenstrategie, Markenbildung und Markenführung, wobei Identity und Image zentral sind. Unterdisziplin des MarketingAlle Bemühungen, die Unternehmen oder Organisationen unternehmen, um ihre Ideen, Produkte und Dienstleistungen erfolgreich am Markt zu vermarkten.
BeinhaltetName, Logo, Slogan, Farben, Typografie, Töne und andere identifizierende Elemente.Entwicklung einer Brand Identity, Schaffung eines unverwechselbaren Brand Images, Auswahl von Farben und Schriftarten, Definition von Markenwerten und -botschaften.Marketingstrategien, Werbekampagnen, Marktforschung, Produktentwicklung, Vertriebsstrategien und vieles mehr.
ZielVertrauen aufbauen, Wiedererkennung schaffen und positive Assoziationen und Emotionen hervorrufen.Schaffung einer unverwechselbaren Persönlichkeit, zu welcher die Zielgruppe eine Beziehung aufbaut und ein spezifisches Bild (Image) hat.Die gesetzten Ziele erreichen und Produkte oder Dienstleistungen bewerben und verkaufen.

Beispiele um den Vorgang zu verdeutlichen

  • Während Marketing genutzt wird, um Dein Produkt oder Service zu bewerben, wird Branding genutzt, um einen Brand zu bilden und zu pflegen
  • Marketing steigert den Umsatz, während Branding den Wiedererkennungswert der Marke und die Kundenbindung fördert
  • Durch Marketing wird die Aufmerksamkeit des Kunden geweckt, während Branding sie aufrechterhält
  • Vermarktungsstrategien ändern sich schnell – aber ein Brand hat einen langfristigen Wert, welcher in der Kontinuität liegt
  • Branding schafft ein Image gezielt, Marketing verbreitet dieses

Was ist der Nutzen von Branding?

Branding suggeriert die Erlebbarkeit einer Marke, macht sie eigenständig und verleiht ihr Alleinstellung – einen USP, UAP oder UVP. Dies führt dazu, dass das Unternehmen oder Organisationen ein Gesicht bekommt und kein abstraktes Konstrukt mehr ist. Branding ermöglicht ausserdem:

  • Identifikation
  • Differenzierung und Abzugrenzen gegen Mitbewerber
  • Markentreue und Kundenbindung
  • Wiedererkennung
  • Emotionale Verbindung (Emotional Branding)
  • Vertrauensbildung
  • Reputationsmanagement und Glaubwürdigkeit
  • Kommunikation von Werten
  • Einheitliches Erscheinungsbild
  • Konsistenz
  • Erinnerungsstütze
  • Markenbekanntheit
  • Schaffung der Brand Identity
  • Markenwertsteigerung

Beispiele zum Nutzen von Branding

  • Es hilft Unternehmen, sich von Mitbewerbern abzugrenzen. Dabei ist es nicht wichtig, in welcher Branche Du agierst oder wer die Zielgruppe ist. Je eigenständiger und einzigartiger der Brand, desto mehr hebt sich die Marke von ihren Mitbewerbern ab.
  • Durch Branding gestaltet Ihr Markenerlebnisse an Touchpoints. Menschen erinnern sich an prägende Momente. Wie Du Deinen Ruf pflegst, sollte auch Dein Unternehmen tun, um optimal wahrgenommen zu werden. Biete immer ein konsistente Erlebnisse.
  • Markentreue aufbauen und Beziehungen zur Zielgruppe stärken. Erfolgreiche Unternehmen schaffen emotionale Bindungen. Die Zielgruppe sollte nicht nur Käufer, sondern Fans sein, die sich mit der Unternehmensvision (Vision Statement) identifizieren. Dies wird durch starkes Branding und klare Identität erreicht.

Wie funktioniert gutes Branding wirklich?

Ein Unternehmen, ein Brand braucht einen guten Zugang zu den Emotionen und den Bedürfnissen der Zielgruppe. Der Brand ist die Brücke zwischen dem Unternehmen und der Zielgruppe.

Guten Marken sind für das Herz und den Kopf gemacht und bauen diese Brücke, um tiefe Freundschaften mit der Zielgruppe zu knüpfen. Identifiziert sich die Zielgruppe mit dem Brand und ist von den Markenwerten angetan, entsteht eine starke Bindung.

Stell Dir vor, Du müsstest jemanden mit einer wichtigen Aufgabe betrauen. Würdest Du Vertrauen in einen guten Freund oder in einen Fremden setzen? Dieses Gedankenspiel verschafft einen guten Eindruck davon, wie Organisationen mit starken Brands – das Äquivalent zum guten Freund – Organisationen mit schwachem Branding vorgezogen werden.

Die richtige Perspektive aufs Thema Branding

Gutes Branding ist nicht, ein Logo oder eine Farbe für sich zu beanspruchen. Viele Firmen konzentrieren sich zu sehr auf ihr Logo und optisch ansprechende Verkaufsunterlagen. Was ein Logo genau ist, beschreiben wir in diesem Artikel.

Jedoch macht dies allein kein gutes Branding aus. Hier sprechen wir eher vom Corporate Design oder Brand Design, welches einen Bestandteil der Corporate Identity darstellt. Im Branding geht es zusätzlich darum, eine tiefe Verbundenheit zur Zielgruppe aufzubauen.

Viele Unternehmer und Unternehmerinnen empfinden ihren Alltag als Haifischbecken, da sie starker Konkurrenz entgegenstehen und sich einem grossen Preisdruck ausgeliefert fühlen. Dies liegt daran, weil diese Unternehmen nichts Besonderes anbieten. Ihre Produkte oder Dienstleistungen sind 1 zu 1 mit denen der Mitbewerber vergleichbar. Das gewisse Etwas, welches das Unternehmen einzigartig macht, die Alleinstellung, fehlt.

Branding ist ein Werkzeug, mit dem Marken zum Schwertwal im Haifischbecken werden können. Schwertwale zählen übrigens – sollten Sie mit diesen Meerestieren nicht sonderlich vertraut sein – zu den wenigen natürlichen Feinden des Hais und erbeuten gelegentlich Haiarten von 3 bis zu 10 Metern Körperlänge. Ein starkes Branding ist für Unternehmen somit eher ein muss, als ein nice to have.

Marken müssen die tiefsten Sehnsüchte ihrer Zielgruppe erfüllen und sie werden die Marke nicht nur lieben, sondern mit stolz in die Welt tragen.

Alexander Löwe

Gutes Branding bedarf einen Charkater

Gutes Branding entsteht aus der DNA einer Marke bzw. des Unternehmens, es stützt sich auf den individuellen Markenkern. Es geht darum, die Marke mit Emotionen und Assoziationen aufzuladen. Sodass der Brand lebt und eine lebendige Markenpersönlichkeit annimmt, mit der andere Menschen Zeit verbringen möchten und sich damit assoziiert.

Gutes Branding geht mit der Zeit

Produkte oder Dienstleistungen sind nicht dafür ausgelegt, Jahrhunderte zu überstehen. Sie haben Lebenszyklen: Die Form wandelt sich im Zeitgeist oder es wird in lukrativere Produkte investiert. Eine Marke hingegen erhält das Vertrauen und die Werte über viele Jahre, gar Jahrhunderte.

Dasselbe gilt auch für die Marketing-Massnahmen: Diese wandeln sich, gehen mit der Zeit. Mithilfe der Markenwerte kann jedoch viel einfacher entschieden werden, auf welche Massnahmen ein Unternehmen setzen sollte, ohne die eigentliche Vision und den Ruf des Unternehmens zu verwässern.

Innen- & Aussensicht auf den Brand

Die Markenidentität verkörpert, wie eine Marke sich ihrer Zielgruppe präsentiert. Sie definiert auch, wie der Kunde die Marke wahrnehmen soll. Die Brand Identity ist die innere Perspektive auf die Marke, also die Innensicht der Markenhalter.

Das Markenimage (Brand Image) hingegen bezieht sich darauf, wie die Öffentlichkeit oder Kunden die Marke tatsächlich wahrnehmen. Das Brand Image ist die Aussensicht auf die Marke. Über das Markenimage hat das Unternehmen nur begrenzt Kontrolle, auch wenn der Einklang vom das Markenimage mit der gewünschten Brand Identity anzustreben ist.

Was ist gutes Branding wert?

Eine Marke stellt einen immateriellen Vermögenswert dar, der einen grossen Einfluss auf verschiedene Aspekte der Vermarktung hat. Dieser Vermögenswert, auch bekannt als Brand Equity, gehört dem Inhaber oder Urheber.

Laut McKinsey-Aufzeichnungen haben die vierzig stärksten Marken der Welt ihren Anlegern zwischen 1999 und 2019 Renditen geboten, die fast doppelt so hoch waren wie die im World Index Certificate von Morgan Stanley Capital International (MSCI) enthaltenen. Im letzten Erhebungsjahr waren es erstaunliche 96 Prozent.

Laut einer Studie von Esch Brand Consultants erzielen starke Marken 18 % mehr Umsatz als ihre vergleichbaren Wettbewerber und erhalten einen Preisvorteil von 17 %.

Daraus lässt sich über gutes Branding schliessen:

  • Das von Marken gewonnene Vertrauen bewirkt, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, eher ein Produkt der Marke zu kaufen
  • Bei der Markteinführung von neuen Produkten hat der Brand bereits einen breiten Stamm an Kunden
  • Die Reichweite, welche eine Marke aufgebaut hat, kann proaktiv für Massnahmen genutzt werden
  • Es kann die Marketingkosten massiv senken, wenn die Marke es schafft, die Zielgruppe als treue Kunden zu gewinnen

Wie viel kostet Branding?

Die Kosten für Branding oder Re-Branding hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Umfang der angeforderten Dienstleistungen und sogar die Grösse und Reputation der Branding-Agentur. Auch die Grösse des Kundenunternehmens beeinflusst die Prozessstrukturen und damit das Budget.

  • Brand Audit: Ab 1500 CHF
  • Markenstrategie: Ab 12000 CHF
  • Brand Story: Ab 7000 CHF
  • Namensgebung: Ab 5000 CHF
  • Brand Design: Ab 6000 CHF

Woher kommt das Branding?

Branding als solches gibt es seit etwa 1700 Jahren. Es stammt dem Wort Brandr ab, welches so viel wie «brennen» bedeutet. Seit dem Mittelalter steht «Branding» für das Brandzeichen. Dieses Brandzeichen ist die Urform des heutigen Logos, welches Viehzüchter ihren Rindern einbrannten, um Besitzansprüche klar zu kennzeichnen. Wie die Bauern ihre Kühe markierten, heben Unternehmen ihre Produkte von denen ihrer Konkurrenten ab und machen die Marke zum Aushängeschild ihres Unternehmens.

Die Wechselwirkung von Branding und der Entwicklung der Märkte

In der späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nahm der Konsum mit der Einführung der Massenproduktion und dem Aufkommen des frei verfügbaren Einkommnes einen neuen Stellenwert im Leben der Menschen ein. Im Laufe der Zeit gewannen Markenprodukte zunehmend an Relevanz und erlangten eine nachhaltige und spürbare Präsenz. Seitdem hat seine Bedeutung kontinuierlich zugenommen und besteht bis heute fort.

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Marketing – und damit das Branding – durch die digitale Revolution in der Kommunikation grundlegend verändert. Neue Plattformen haben es Marken ermöglicht, ihre Produkte zu bewerben, während Kunden mehr Kontrolle über ihre Entscheidungen erhalten haben.

Diese Veränderungen haben auch dazu geführt, dass neue Marken entstanden sind, die besser in die moderne digitale Landschaft passen als etablierte Unternehmen, die in der Vergangenheit stecken geblieben sind.

Heutzutage interessieren sich die Menschen mehr dafür, was andere über Brands sagen, anstatt was die Brands selbst von sich behaupten. Dies hat einen enormen Einfluss auf die Werbebranche und setzt Marken unter Druck, ihre Werte und Visionen glaubwürdig umzusetzen.

Arten des Brandings

Jede Art des Brandings hat ihre eigenen Merkmale. Welche Art des Brandings für eine Organisation oder Person empfehlenswert ist, kann nach Zielgruppe, Branche und Zielen variieren.

  • Product Branding: Hierbei wird ein einzigartiges Image für ein Produkt geschaffen, um es von konkurrierenden Produkten auf dem Markt abzuheben. Zum Beispiel: Mars, Ricola oder Fanta
  • Corporate Branding: Diese Art von Branding repräsentiert das gesamte Unternehmen und seine Werte, Kultur und Beziehungen zu den Stakeholdern (egal ob B2B oder B2C). Zum Beispiel: Apple, Nestlé oder Coca-Cola
  • Employer Branding: Es geht darum, ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren, um qualifizierte Kandidaten anzuziehen und bestehende Mitarbeiter zu halten. Zum Beispiel: Google, Amazon und BCG
  • Personal Branding: Hierbei bauen Einzelpersonen oder Unternehmer ihre eigene öffentliche Identität auf, die sich an eine bestimmte Zielgruppe richtet. Zum Beispiel: Oprah Winfrey, Cristiano Ronaldo oder Roger Federer
  • Geographisches Branding: Geografisches Branding bezieht sich auf die Praxis, ein Produkt oder eine Dienstleistung mit einem geografischen Gebiet zu verknüpfen. Zum Beispiel: Victorinox, Patagonia und Timberland
  • Co-Branding: Bei dieser Art von Branding kreieren zwei oder mehr starke Marken, ein gemeinsames Produkt oder eine gemeinsame Dienstleistung. Zum Beispiel: Breitling + Mustang, Swiss Air + Victorinox und 007 + Omega
  • Event Branding: Bei dieser Art von Branding wird ein bestimmtes Ereignis oder eine Veranstaltung als Marke präsentiert, um Aufmerksamkeit und Engagement zu erzeugen. Zum Beispiel: Art Basel, World Economic Forum (WEF) und Locarno Film Festival
  • Influencer Branding: Hierbei nutzen Brands die Beliebtheit und den Einfluss von bekannten Persönlichkeiten oder Influencern, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Zum Beispiel: Swisspers, Freitag und Rivella
  • Service Branding: Bei dieser Art von Branding geht es darum, ein einzigartiges Image für einen Dienst zu schaffen, um ihn von konkurrierenden Diensten auf dem Markt abzuheben. Zum Beispiel: Amazon Prime, Apple Care und Starbucks Rewards

Branding Bereiche: Aus welchen Elementen besteht Branding?

Branding setzt sich aus vielen einzelnen Teilbereichen zusammen. Da Branding ein Prozess ist und je nach Branding-Art sich unterschiedlich gestalten kann, sind manche Disziplinen fliessend. Diese Elemente agieren und interagieren miteinander, demnach haben diese Einfuss aufeinander. Heisst, kleine Anpassungen an den Parametern haben eine Auswirkung auf das Gesamtresultat.

Strategische Elemente

Grundelemente

  • Markenidentität: Das visuelle Erscheinungsbild und die Persönlichkeit
  • Markenpositionierung: Wiederholt sich, siehe strategische Elemente
  • Markendesign: Die visuellen Elemente wie Logo, Farbpalette, Schriftarten, die die Marke repräsentieren
  • Markenkommunikation: Die Art und Weise, wie mit der Zielgruppe kommuniziert wird, einschlisslich Werbung und Botschaften
  • Markenverhalten: Das Verhalten und die Handlungen der Marke, die ihre Werte und Versprechen widerspiegeln
  • Markenversprechen: Die vermittelte und gesendete Botschaft

Beeinflussende Elemente

  • Markenimage: Die subjektive Wahrnehmung und Assoziationen, die Menschen mit der Marke haben
  • Markenkapital: Die langfristige Wertsteigerung durch positive Wahrnehmung und Vertrauen
  • Markentreue: Die Neigung der Kunden, der Marke treu zu bleiben und wiederholt Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen
  • Markenbekanntheit: Der Grad, in dem der Brand in der Zielgruppe bekannt ist
  • Kundensicht (Kundenperspektive): Was Kunden wahrnehmen und erleben

Zielgruppen, die Marken beeinflussen

  • Märkte: Die verschiedenen Marktsegmente und Zielgruppen, die targetiert werden
  • Öffentlichkeit: Die breitere Bevölkerung und die Medien, die die Marke wahrnehmen
  • Käufer: Personen, die die Produkte oder Dienstleistungen des Brands erwerben
  • Mitarbeiter: Interne Mitglieder des Unternehmens, die die Marke repräsentieren und beeinflussen
  • Investoren: Personen oder Institutionen, die in die Organisation investieren
  • Behörden: Abhängig von der Unternehmensgrösse und -branche können Regulierungsbehörden und staatliche Stellen die Strategie beeinflussen

Was sind die Schritte, um eine Markenidentität zu definieren?

Um eine Branding-Strategie zu entwickeln, sind einige Schritte erforderlich. Diese können je nach Marken-Art, Branche und Business-Modell variieren. Daher sind die folgenden Schritte eher allgemein gehalten.

Marke richtig aufbauen und nachhaltig Branding betreiben? Mit Branding Workshop zeigen wir gerne wie.

Definition des Markenkerns

Als Erstes sollte der Markenkern definiert werden. Hier werden die grundlegenden Werte, den Zweck und das Visionstatement sowie das Missionstatement der Marke festgelegt. Der Markenkern bildet das Fundament, auf dem das gesamte Branding aufbaut.

  • Was unterscheidet den Brand von der Konkurrenz (bedenke: Qualität allein ist meist kein Merkmal, welches den Brand genügend von den Konkurrenten abhebt)?
  • Was sind die Stärken des Unternehmens?
  • Wie soll das Unternehmen wahrgenommen werden?
  • Welche Geschichten machen uns einzigartig (Storytelling)?

Definition der Markenstilistik

Bei der Markenstilistik geht es darum, den visuellen Markenauftritt des Brands zu gestalten – das Markenlogo, die Farbpalette, das Schriftbild und andere visuelle Elemente. Die Markenstilistik sollte die Persönlichkeit und Positionierung der Marke widerspiegeln.

Interne Prozesse anpassen

Es ist auch entscheidend, interne Prozesse auf den Brand auszurichten. Alle Mitarbeitenden und Marketing-Materialien sollten die Markenwerte reflektieren. Eine konsistente Kundenerfahrung und ein stimmiges Markenimage entstehen, wenn die internen Abläufe mit der Marke im Einklang stehen.

Branding durch Marketingaktivitäten

Schliesslich ist es wichtig, das Branding durch Marketingaktivitäten zu etablieren. Dies kann die Verwendung von Social Media, Content-Marketing, Werbung und anderen Kanälen umfassen, um die Marke bekannt zu machen und eine starke Präsenz aufzubauen. Durch gezielte Marketingmassnahmen wird das Branding gefestigt und der Brand kann erfolgreich im Markt positioniert werden.

Beispiele für erfolgreiches Branding

Diese Beispiele illustrieren, wie ein einheitliches und durchdachtes Branding eine Marke von ihren Wettbewerbern abheben und einen starken emotionalen Bezug zu den Kunden aufbauen kann.

  • IKEA: Die Identität von IKEA stützt sich auf Einfachheit, Funktionalität und erschwinglichen Preisen basiert. Ihre einzigartige Produktbenennung und ihre flachen Verpackungen sind Teil ihrer Wiedererkennung.
  • Zweifel: Zweifel ist eine bekannte Schweizer Marke für Snack-Produkte, insbesondere für ihre Chips. Ihre Markenidentität basiert auf Qualität, Geschmack und Schweizer Herkunft. Die Marke verspricht, nur die besten Kartoffeln und hochwertige Zutaten zu verwenden. Besonders die Fernseh-Kampagne «Wir tun alles für die besten Chips» hat die Marke in den Köpfen zementiert.
  • Victorinox: Victorinox, der Hersteller des weltberühmten Schweizer Taschenmessers, hat eine Markenidentität, die auf Zuverlässigkeit, Vielseitigkeit und traditionellem Handwerk basiert. Ihre Produkte sind ein Symbol für Schweizer Präzision und Qualität.
  • Rivella: Rivella ist ein beliebtes Schweizer Erfrischungsgetränk. Die Marke steht für Einzigartigkeit, da sie auf einer geheimen Rezeptur mit Milchserum basiert. Rivella betont auch den Schweizer Ursprung und ihre Rolle als Erfrischungsgetränk für aktive und gesundheitsbewusste Menschen.
  • Coca-Cola: Coca-Cola's Branding ist stark emotional, mit einem Fokus auf Freude, Gemeinschaft und Nostalgie. Ihr rotes und weisses Farbschema und ihre charakteristische Schriftart sind ikonisch.
  • Lego: Lego ist eine weltbekannte Spielzeugmarke, die auf Kreativität, Phantasie und Lernen durch Spielen basiert. Die Marke hat eine starke emotionale Verbindung zu Kindern und Erwachsenen gleichermassen und ist bekannt für ihre einzigartigen, ineinandergreifenden Kunststoffbausteine.

Das Fazit zum Thema Branding

Das Branding ist ein multidisziplinärer, strategischer Prozess, bei dem jedes Element zur Gesamtbotschaft und den Geschäftszielen beitragen muss. Gezielte Markenstrategien und eine gute Positionierung tragen dazu bei, die Bekanntheit zu steigern und zu fördern.

Branding ist mehr als nur die Schaffung eines Brands. Sie ist die Brücke zwischen der Marke, also den Produkten, dem Unternehmen oder was auch immer in der Marke vertreten ist, und dem Konsumenten, der Zielgruppe.

Branding ist ein langfristiger Prozess, der viele Jahre bis Jahrzehnte dauern kann. Branding dauert so lange, weil es ein funktionaler Prozess ist. Das bedeutet, dass sich mehr Menschen an das Unternehmen, Produkt oder Service erinnern, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie es kaufen.

  • Was ist Branding?

    Branding bezieht sich auf den strategischen Prozess des Aufbaus einer Marke. Es umfasst die Entwicklung einer einheitlichen Identität, eines Images und einer Wahrnehmung für ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung. Das Ziel des Brandings ist es, eine emotionale Bindung zu schaffen und das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.

  • Was gehört alles zu einem Branding?

    Ein erfolgreiches Branding umfasst mehrere Elemente, einschliesslich:

    • Markenidentität
    • Visuelles Erscheinungsbild
    • Markenkommunikation
    • Markenverhalten
    • Markenwahrnehmung
    • Kundenerlebnis
  • Was ist wichtig beim Branding?

    Beim Branding ist es wichtig, eine klare Markenstrategie zu haben, die auf den Zielmarkt und die Zielgruppe abgestimmt ist. Es sollte eine konsistente Botschaft vermittelt werden, sowohl in der visuellen Gestaltung als auch in der Kommunikation.

  • Brand vs. Branding vs. Brand Identity?

    Brand: Ein Brand ist das Symbol, welches den Markenname, das Design oder andere Eigenschaften, die ein Produkt oder eine Dienstleistung identifizieren und von anderen Produkten oder Dienstleistungen unterscheiden soll.

    Branding: Branding bezieht sich auf den strategischen Prozess des Aufbaus eines Brands, einschliesslich der Entwicklung einer Identität, eines Images und einer Wahrnehmung.

    Brand Identity: Die Markenidentität umfasst alle repräsentativen visuellen Elemente, Werte, Persönlichkeit und Botschaften. Sie umfasst die Kommunikation und das Kundenerlebnis, die zusammen das Gesamtbild der Marke formen.

  • Was sind Branding Guidelines?

    Branding Guidelines, auch bekannt als Markenrichtlinien oder Style-Guides, sind Dokumente, die Richtlinien und Standards für die Verwendung von Markenelementen enthalten. Sie geben Anweisungen zur korrekten Verwendung des Logos, der Farben, Schriftarten und anderer visueller Elemente. Die Guidelines helfen sicherzustellen, dass das Branding konsistent und einheitlich angewendet wird, sowohl intern als auch extern.

Übungsfragen

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Was ist Branding?
Was ist eine Marke?
Was ist der Unterschied zwischen Marketing und Branding?
Was ist das Markenimage?
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Alexander Bürgin

Als Inhaber der Marketingagentur we dot vermarkte ich die Visionen von Unternehmen – analog und digital. Mithilfe meiner Erfahrungen im Marketing, Branding, der Webentwicklung und Werbung mache ich Marken erfolgreicher.