Was ist Branding und wie funktioniert Branding?

Was ist Branding und wie funktioniert es?

Definition Branding (dt. Markenbildung) beschreibt den ganzheitlichen Prozess, eine Marke in den Köpfen der Zielgruppe und Kunden zu verankern und zu profilieren (Image). Branding ist die aktive Form einer Marke. Benefit

Branding ist der strategische Prozess, eine Marke dauerhaft im Bewusstsein einer Zielgruppe zu verankern — durch Identität, Emotion und Konsistenz. Es umfasst alles, was eine Organisation unverwechselbar, erinnerbar und begehrenswert macht.

Freigestelltes Portrait von Alexander BĂĽrgin im weissen Hemd
Alexander Leu
Tech Director
Table Of Contents

Was ist Branding?

Branding und Marken begleitet uns alltäglich. Im Alltag begegnet uns Branding die ganze Zeit in der Form von Marken. Wir sehen Marken, wir benutzen, tragen, essen, fühlen und sehen Marken – immer und überall, jeden Tag.

Eine Marke ist ein immaterieller, also einen rein emotionaler oder erdachter Wert, Geschichte, Symbol, Gefühl oder Bild (Image). Eine Marke ist ein Vermögenswert für seinen Inhaber. Branding ist die Kunst Marken zu erschaffen und zu pflegen, dies kann tausend Formen und Anwendungen haben.

Da Einstellungsveränderungen langsam stattfinden, ist Branding ein langfristiger Prozess.

Definition: Branding

Branding (dt. Markenbildung) beschreibt den ganzheitlichen Prozess, eine Marke in den Köpfen der Zielgruppe und Kunden zu verankern und zu profilieren (Image). Branding ist die aktive Form einer Marke.

Branding ist der Prozess, der einer bestimmten Organisation, einem Unternehmen, einem Produkt oder einer Dienstleistung Bedeutung verleiht, indem eine Marke im Bewusstsein der Verbraucher geschaffen und geformt wird. Es ist eine Strategie, die von Organisationen entwickelt wurde, um den Menschen zu helfen, ihre Marke schnell zu erkennen und zu erleben, und ihnen einen Grund zu geben, ihre Produkte denjenigen der Konkurrenz vorzuziehen.

Ein in der Psyche des Konsumenten verankertes, unverwechselbares Vorstellungsbild von einem Produkt, einer Dienstleistung oder einem Unternehmen.

Heribert Meffert

Was ist eine Marke (Brand)?

Eine Marke ist das Vorstellungsbild, das Menschen mit einem Unternehmen, Produkt oder einer Dienstleistung verbinden — immateriell, aber messbar wirksam.

Marken sind komplex. Für viele Personen repräsentiert eine Marke primär ein Logo oder einen Namen. Wiederum andere betonen die Wichtigkeit von Reichweite und Bekanntheitsgrad, die einer Marke innewohnen.

Eine Marke ist das wahrgenommene Image eines Produkts oder einer Dienstleistung. Sie wird durch Elemente wie Design, Verpackung und Werbung geschaffen, die das Produkt von seinen Konkurrenten unterscheiden.

Marken sind nicht greifbar (immateriell), das impliziert, dass eine Marke weder sichtbar noch berührbar ist. Sie schaffen ein Image, das die Zielgruppe von einem Unternehmen, Produkt, Service oder sogar einem Gedanken oder einer Bewegung hat, zu prägen und emotional erfahrbar zu machen.

Was ist der Unterschied zwischen Brand, Branding & Marketing?

Brand ist das Ergebnis, Branding der aktive Aufbauprozess, Marketing die Verbreitung. Alle drei Disziplinen greifen ineinander — haben aber klar verschiedene Schwerpunkte und Zeithorizonte.

Brand, Branding und Marketing sind zentrale Begriffe im Geschäftsumfeld, die oft miteinander in Verbindung gebracht werden, aber unterschiedliche Bedeutungen und Schwerpunkte haben. Ihr Ziel ist immer, die gesetzten Ziele zu erreichen.

BrandBrandingMarketing
DefinitionRepräsentiert die Wahrnehmung eines Unternehmens, Produkts oder Dienstleistungs in den Köpfen der Menschen.Branding konzentriert sich auf die Markenstrategie, Markenbildung und Markenführung, wobei Identity und Image zentral sind. Unterdisziplin des MarketingAlle Bemühungen, die Unternehmen oder Organisationen unternehmen, um ihre Ideen, Produkte und Dienstleistungen erfolgreich am Markt zu vermarkten.
BeinhaltetName, Logo, Slogan, Farben, Typografie, Töne und andere identifizierende Elemente.Entwicklung einer Brand Identity, Schaffung eines unverwechselbaren Brand Images, Auswahl von Farben und Schriftarten, Definition von Markenwerten und -botschaften.Marketingstrategien, Werbekampagnen, Marktforschung, Produktentwicklung, Vertriebsstrategien und vieles mehr.
ZielVertrauen aufbauen, Wiedererkennung schaffen und positive Assoziationen und Emotionen hervorrufen.Schaffung einer unverwechselbaren Persönlichkeit, zu welcher die Zielgruppe eine Beziehung aufbaut und ein spezifisches Bild (Image) hat.Die gesetzten Ziele erreichen und Produkte oder Dienstleistungen bewerben und verkaufen.
ZeithorizontLangfristig / dauerhaftLangfristig / strategischKurzfristig / kampagnenbezogen
WerkzeugeLogo, Name, Brand Guidelines, StyleguideMarkenstrategie, Brand Architecture, MarkenpositionierungKampagnen, SEO, Content, Werbung, Share of Voice

Beispiele um den Vorgang zu verdeutlichen

  • Während Marketing genutzt wird, um Dein Produkt oder Service zu bewerben, wird Branding genutzt, um einen Brand zu bilden und zu pflegen
  • Marketing steigert den Umsatz, während Branding den Wiedererkennungswert der Marke und die Kundenbindung fördert
  • Durch Marketing wird die Aufmerksamkeit des Kunden geweckt, während Branding sie aufrechterhält
  • Vermarktungsstrategien ändern sich schnell – aber ein Brand hat einen langfristigen Wert, welcher in der Kontinuität liegt
  • Branding schafft ein Image gezielt, Marketing verbreitet dieses

Was ist der Nutzen von Branding?

Branding verwandelt einen Anbieter in eine Marke mit Sogwirkung. Es schafft die Grundlage für Preismacht, Kundentreue und Differenzierung — und ist damit einer der wertvollsten immateriellen Vermögenswerte eines Unternehmens.

Branding suggeriert die Erlebbarkeit einer Marke, macht sie eigenständig und verleiht ihr Alleinstellung – einen USP, UAP oder UVP. Dies führt dazu, dass das Unternehmen oder Organisationen ein Gesicht bekommt und kein abstraktes Konstrukt mehr ist. Branding ermöglicht ausserdem:

  • Identifikation
  • Differenzierung und Abzugrenzen gegen Mitbewerber
  • Markentreue und Kundenbindung
  • Wiedererkennung
  • Emotionale Verbindung (Emotional Branding)
  • Vertrauensbildung
  • Reputationsmanagement und GlaubwĂĽrdigkeit
  • Kommunikation von Werten
  • Einheitliches Erscheinungsbild
  • Konsistenz
  • ErinnerungsstĂĽtze
  • Markenbekanntheit
  • Schaffung der Brand Identity
  • Markenwertsteigerung

Beispiele

  • Es hilft Unternehmen, sich von Mitbewerbern abzugrenzen. Dabei ist es nicht wichtig, in welcher Branche Du agierst oder wer die Zielgruppe ist. Je eigenständiger und einzigartiger der Brand, desto mehr hebt sich die Marke von ihren Mitbewerbern ab.
  • Durch Branding gestaltet Ihr Markenerlebnisse an Touchpoints. Menschen erinnern sich an prägende Momente. Wie Du Deinen Ruf pflegst, sollte auch Dein Unternehmen tun, um optimal wahrgenommen zu werden. Biete immer ein konsistente Erlebnisse.
  • Markentreue aufbauen und Beziehungen zur Zielgruppe stärken. Erfolgreiche Unternehmen schaffen emotionale Bindungen. Die Zielgruppe sollte nicht nur Käufer, sondern Fans sein, die sich mit der Unternehmensvision (Vision Statement) identifizieren. Dies wird durch starkes Branding und klare Identität erreicht.

Wie funktioniert gutes Branding?

Gutes Branding funktioniert, weil es Wiederholung, Assoziation und emotionales Priming nutzt — psychologische Mechanismen, die im menschlichen Gehirn tief verankert sind. Marken, die diese Mechanismen beherrschen, gewinnen Vertrauen schneller und halten es länger.

Ein Unternehmen, ein Brand braucht einen guten Zugang zu den Emotionen und den BedĂĽrfnissen der Zielgruppe. Der Brand ist die BrĂĽcke zwischen dem Unternehmen und der Zielgruppe.

Guten Marken sind fĂĽr das Herz und den Kopf gemacht und bauen diese BrĂĽcke, um tiefe Freundschaften mit der Zielgruppe zu knĂĽpfen. Identifiziert sich die Zielgruppe mit dem Brand und ist von den Markenwerten angetan, entsteht eine starke Bindung.

Stell Dir vor, Du müsstest jemanden mit einer wichtigen Aufgabe betrauen. Würdest Du Vertrauen in einen guten Freund oder in einen Fremden setzen? Dieses Gedankenspiel verschafft einen guten Eindruck davon, wie Organisationen mit starken Brands – das Äquivalent zum guten Freund – Organisationen mit schwachem Branding vorgezogen werden.

Wie Branding im Gehirn wirkt: Wiederholung, Assoziation, Priming

Gutes Branding ist nicht nur Metapher — es basiert auf messbaren neurologischen Prozessen. Drei Mechanismen sind zentral:

1. Wiederholung (Mere-Exposure-Effekt)

Je häufiger Menschen mit einem konsistenten Markenbild konfrontiert werden, desto vertrauter und sympathischer wirkt es. Das Gehirn wertet Vertrautheit als Sicherheitssignal. Konsistente Markenkommunikation — über alle Kanäle hinweg, geregelt durch Brand Guidelines — nutzt diesen Effekt systematisch.

2. Assoziation (semantisches Netzwerk)

Marken sind im Gedächtnis nicht als isolierte Einträge gespeichert, sondern als Netzwerke aus Gefühlen, Erlebnissen, Farben und Begriffen. Starkes Branding baut gezielt positive Markenassoziationen auf — sogenannte Brand Associations — und verknüpft die Marke mit den tiefsten Sehnsüchten der Zielgruppe.

3. Priming

Wenn Menschen einer Marke ausgesetzt sind, werden verwandte Konzepte im Gehirn aktiviert — noch bevor eine bewusste Kaufentscheidung stattfindet. Ein bekanntes Markenzeichen senkt die kognitive Hürde, ein Produkt zu wählen, signifikant. Neuromarketing und Neurobranding erforschen genau diese Prozesse.

Die richtige Perspektive aufs Thema Branding

Gutes Branding ist nicht, ein Logo oder eine Farbe fĂĽr sich zu beanspruchen. Viele Firmen konzentrieren sich zu sehr auf ihr Logo und optisch ansprechende Verkaufsunterlagen. Was ein Logo genau ist, beschreiben wir in diesem Artikel.

Jedoch macht dies allein kein gutes Branding aus – als Branding Agentur, Corporate Identity Agentur und Corporate Design Agentur in einem, wissen wir dies bei we dot. Hier sprechen wir eher vom Corporate Design oder Brand Design, welches einen Bestandteil der Corporate Identity darstellt. Im Branding geht es zusätzlich darum, eine tiefe Verbundenheit zur Zielgruppe aufzubauen.

Viele Unternehmer und Unternehmerinnen empfinden ihren Alltag als Haifischbecken, da sie starker Konkurrenz entgegenstehen und sich einem grossen Preisdruck ausgeliefert fĂĽhlen. Dies liegt daran, weil diese Unternehmen nichts Besonderes anbieten. Ihre Produkte oder Dienstleistungen sind 1 zu 1 mit denen der Mitbewerber vergleichbar. Das gewisse Etwas, welches das Unternehmen einzigartig macht, die Alleinstellung, fehlt.

Branding ist ein Werkzeug, mit dem Marken zum Schwertwal im Haifischbecken werden können. Schwertwale zählen übrigens – sollten Sie mit diesen Meerestieren nicht sonderlich vertraut sein – zu den wenigen natürlichen Feinden des Hais und erbeuten gelegentlich Haiarten von 3 bis zu 10 Metern Körperlänge. Ein starkes Branding ist für Unternehmen somit eher ein muss, als ein nice to have.

Marken mĂĽssen die tiefsten SehnsĂĽchte ihrer Zielgruppe erfĂĽllen und sie werden die Marke nicht nur lieben, sondern mit stolz in die Welt tragen.

Freigestelltes Portrait von Alexander BĂĽrgin im weissen Hemd
Alexander Leu
Inhaber

Gutes Branding bedarf einen Charakter

Gutes Branding entsteht aus der DNA einer Marke bzw. des Unternehmens, es stützt sich auf den individuellen Markenkern. Es geht darum, die Marke mit Emotionen und Assoziationen aufzuladen. Sodass der Brand lebt und eine lebendige Markenpersönlichkeit annimmt, mit der andere Menschen Zeit verbringen möchten und sich damit assoziiert.

Gutes Branding geht mit der Zeit

Produkte oder Dienstleistungen sind nicht dafür ausgelegt, Jahrhunderte zu überstehen. Sie haben Lebenszyklen: Die Form wandelt sich im Zeitgeist oder es wird in lukrativere Produkte investiert. Eine Marke hingegen erhält das Vertrauen und die Werte über viele Jahre, gar Jahrhunderte.

Dasselbe gilt auch für die Marketing-Massnahmen: Diese wandeln sich, gehen mit der Zeit. Mithilfe der Markenwerte kann jedoch viel einfacher entschieden werden, auf welche Massnahmen ein Unternehmen setzen sollte, ohne die eigentliche Vision und den Ruf des Unternehmens zu verwässern.

Innen- & Aussensicht auf den Brand

Die Markenidentität verkörpert, wie eine Marke sich ihrer Zielgruppe präsentiert. Sie definiert auch, wie der Kunde die Marke wahrnehmen soll. Die Brand Identity ist die innere Perspektive auf die Marke, also die Innensicht der Markenhalter.

Das Markenimage (Brand Image) hingegen bezieht sich darauf, wie die Öffentlichkeit oder Kunden die Marke tatsächlich wahrnehmen. Das Brand Image ist die Aussensicht auf die Marke. Über das Markenimage hat das Unternehmen nur begrenzt Kontrolle, auch wenn der Einklang vom das Markenimage mit der gewünschten Brand Identity anzustreben ist.

Wie sind Marken strukturiert? Die vier Architekturmodelle

Brand Architecture beschreibt, wie eine Organisation ihre Marken strukturiert und zueinander in Beziehung setzt. Die gewählte Architektur beeinflusst, wie Ressourcen eingesetzt, wie neue Produkte gelauncht und wie Vertrauen übertragen wird.

Unternehmen, die mehrere Produkte, Zielgruppen oder Märkte bedienen, stehen vor einer grundlegenden Frage: Soll alles unter einer Marke laufen, oder braucht jedes Produkt seinen eigenen Brand? Die Antwort gibt die Brand Architecture.

Branded House (Mono-Brand)

Alle Produkte und Dienstleistungen laufen unter einer einzigen Marke. Der Dachbrand trägt die gesamte Strahlkraft.

  • Vorteil: Marketingaufwand konzentriert sich auf eine Marke, starke Ăśbertragung von Vertrauen auf neue Produkte
  • Nachteil: Ein Reputationsschaden trifft alle Produkte gleichzeitig
  • Beispiele: Virgin, FedEx, Google

House of Brands

Jedes Produkt ist eine eigenständige Marke. Der Mutterkonzern tritt in der Kommunikation kaum auf.

  • Vorteil: Maximale Zielgruppensegmentierung, Risikoisolierung
  • Nachteil: Hohe Kosten fĂĽr Markenaufbau und -fĂĽhrung
  • Beispiele: Procter & Gamble (Ariel, Gillette, Pampers), Unilever (Dove, Axe, Knorr)

Endorsed Brand

Eigenständige Submarken werden durch den Mutterkonzern «abgestützt» — sichtbar, aber im Hintergrund.

  • Vorteil: Kombination aus Eigenständigkeit und Vertrauenstransfer
  • Beispiele: NestlĂ© KitKat, Marriott Courtyard

Hybrid-Strategie

Eine Mischform, bei der je nach Markt, Zielgruppe oder Produkt unterschiedliche Architekturmodelle kombiniert werden.

  • Beispiele: Apple (starkes Dachbrand + eigenständige Subbrand «iPhone», «Mac», «Watch»)

Die Wahl der richtigen Brand Architecture ist eine der folgenreichsten strategischen Entscheidungen im Branding — und wird in Brand Guidelines schriftlich festgehalten.

Was ist gutes Branding wert?

Eine starke Marke ist einer der profitabelsten immateriellen Vermögenswerte — mit messbarer Wirkung auf Umsatz, Marge, Anlegererträge und Kundenbindung. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.

Eine Marke stellt einen immateriellen Vermögenswert dar, der einen grossen Einfluss auf verschiedene Aspekte der Vermarktung hat. Dieser Vermögenswert, auch bekannt als Brand Equity, gehört dem Inhaber oder Urheber.

McKinsey — Anlegerrendite

Starke Marken lieferten zwischen 1999 und 2019 Anlegerrenditen, die fast doppelt so hoch waren wie der MSCI World Index. Im letzten Erhebungsjahr (2019) betrug der Vorsprung gegenĂĽber dem Index beeindruckende 96 Prozent.

McKinsey & Company

Esch Brand Consultants — Umsatz & Preismacht

Starke Marken erzielen 18 % mehr Umsatz als ihre vergleichbaren Wettbewerber und profitieren von einem Preisvorteil von 17 %.

Esch Brand Consultants

Markenstärke & Performance: Die Zahlen im Vergleich

KennzahlWert
Umsatzplus (Esch)+18 %
Preisvorteil (Esch)+17 %
Umsatz durch konsistentes Branding (Lucidpress)+23 %
Max. Umsatzsteigerung konsistente MarkenfĂĽhrung (Lucidpress)+33 %

Esch Brand Consultants; Lucidpress State of Brand Consistency Report

Daraus lässt sich über gutes Branding schliessen:

  • Das von Marken gewonnene Vertrauen bewirkt, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, eher ein Produkt der Marke zu kaufen
  • Bei der MarkteinfĂĽhrung von neuen Produkten hat der Brand bereits einen breiten Stamm an Kunden
  • Die Reichweite, welche eine Marke aufgebaut hat, kann proaktiv fĂĽr Massnahmen genutzt werden
  • Es kann die Marketingkosten massiv senken, wenn die Marke es schafft, die Zielgruppe als treue Kunden zu gewinnen

Wie viel kostet Branding?

Die Kosten für Branding oder Re-Branding hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Umfang der angeforderten Dienstleistungen und sogar die Grösse und Reputation der Branding-Agentur. Auch die Grösse des Kundenunternehmens beeinflusst die Prozessstrukturen und damit das Budget.

  • Brand Audit: Ab 3000 CHF
  • Markenstrategie: Ab 9000 CHF
  • Brand Story: Ab 7000 CHF
  • Namensgebung: Ab 5000 CHF
  • Brand Design: Ab 7000 CHF

Wie misst man den Erfolg von Branding?

Branding ist kein Blindflug. Wer eine Marke aufbaut, braucht klare Kennzahlen — von der Bekanntheit bis zur Loyalität. Brand KPIs machen Markenstärke sichtbar, vergleichbar und steuerbar.

Branding ist langfristig — aber nicht unkontrollierbar. Die wichtigsten Metriken im Überblick:

Brand Awareness Rate

Der Anteil der Zielpersonen, die eine Marke spontan oder gestützt nennen können. Unterschieden wird zwischen Top-of-Mind Awareness (erste Nennung) und Unaided Awareness (spontane Nennung ohne Stimuli).

Net Promoter Score (NPS)

Misst, wie wahrscheinlich Kunden die Marke weiterempfehlen (Skala 0–10). NPS-Werte über 50 gelten als exzellent. Hoher NPS korreliert stark mit organischem Wachstum und Markentreue.

Share of Voice (SOV)

Der Anteil der eigenen Marke an der gesamten Kommunikation eines Marktsegments. Ein SOV über dem Marktanteil (Excess Share of Voice) gilt als starker Prädiktor für künftiges Wachstum.

Brand Sentiment

Qualitative und quantitative Analyse der Tonalität, mit der über eine Marke gesprochen wird — in Medien, Social Media und Kundenfeedback. Tools wie Social Listening ermöglichen Echtzeit-Monitoring.

Brand Loyalty Rate

Anteil der Wiederkäufer am Gesamtkundenstamm. Hohe Loyalität senkt Akquisitionskosten und erhöht den Customer Lifetime Value (CLV).

Customer Lifetime Value (CLV)

Gesamtumsatz, den ein Kunde im Verlauf der Beziehung generiert. Starke Marken erhöhen CLV durch emotionale Bindung und Wiederkaufsbereitschaft.

Markenvertrauen als Kauftreiber

Einfluss von Markenvertrauen auf Kaufentscheidungen (Anteil der Konsumenten)

AussageAnteil
Markenvertrauen ist kaufentscheidend (Edelman Trust Barometer)81 %
Kaufen auf Basis des Markennamens (Nielsen)77 %
Bevorzugen bekannte Marken bei Neukauf (PwC)65 %
Wiederkauf bei vertrauter Marke (Nielsen)59 %

Edelman Trust Barometer 2023; Nielsen Global Brand-Origin Survey; PwC Global Consumer Insights Survey

Woher kommt das Branding?

Branding ist keine moderne Erfindung — es begleitet die Menschheit seit dem Mittelalter. Die Digitalisierung hat den Prozess in den letzten Jahrzehnten grundlegend beschleunigt und demokratisiert.

Branding als solches gibt es seit etwa 1700 Jahren. Es stammt dem Wort Brandr ab, welches so viel wie «brennen» bedeutet. Seit dem Mittelalter steht «Branding» für das Brandzeichen. Dieses Brandzeichen ist die Urform des heutigen Logos, welches Viehzüchter ihren Rindern einbrannten, um Besitzansprüche klar zu kennzeichnen. Wie die Bauern ihre Kühe markierten, heben Unternehmen ihre Produkte von denen ihrer Konkurrenten ab und machen die Marke zum Aushängeschild ihres Unternehmens.

Die Wechselwirkung von Branding und der Entwicklung der Märkte

In der späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nahm der Konsum mit der Einführung der Massenproduktion und dem Aufkommen des frei verfügbaren Einkommnes einen neuen Stellenwert im Leben der Menschen ein. Im Laufe der Zeit gewannen Markenprodukte zunehmend an Relevanz und erlangten eine nachhaltige und spürbare Präsenz. Seitdem hat seine Bedeutung kontinuierlich zugenommen und besteht bis heute fort.

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Marketing – und damit das Branding – durch die digitale Revolution in der Kommunikation grundlegend verändert. Neue Plattformen haben es Marken ermöglicht, ihre Produkte zu bewerben, während Kunden mehr Kontrolle über ihre Entscheidungen erhalten haben.

Diese Veränderungen haben auch dazu geführt, dass neue Marken entstanden sind, die besser in die moderne digitale Landschaft passen als etablierte Unternehmen, die in der Vergangenheit stecken geblieben sind.

Heutzutage interessieren sich die Menschen mehr dafĂĽr, was andere ĂĽber Brands sagen, anstatt was die Brands selbst von sich behaupten. Dies hat einen enormen Einfluss auf die Werbebranche und setzt Marken unter Druck, ihre Werte und Visionen glaubwĂĽrdig umzusetzen.

Arten des Brandings

Es gibt nicht das eine Branding. Je nach Ziel, Zielgruppe und Kontext kommen unterschiedliche Formen zum Einsatz — von Product Branding bis Employer Branding. Alle teilen dasselbe Ziel: unverwechselbare Identität schaffen.

Jede Art des Brandings hat ihre eigenen Merkmale. Welche Art des Brandings fĂĽr eine Organisation oder Person empfehlenswert ist, kann nach Zielgruppe, Branche und Zielen variieren.

Mehrere Bündel gelber Chiquita-Bananen mit blauen Markenlogos, flach auf gelbem Hintergrund arrangiert und gleichmäßig beleuchtet.

Product Branding

Bei der Produktmarkenbildung wird ein einzigartiges Image fĂĽr ein Produkt geschaffen, um es von konkurrierenden Produkten auf dem Markt abzuheben.

Beispiele: Mars, Ricola, Fanta

Moderne Gebäudefassade mit dem Roche-Logo, symbolisierend Corporate Branding und pharmazeutische Innovation.

Corporate Branding

Corporate Branding repräsentiert das gesamte Unternehmen und seine Werte, Kultur und Beziehungen zu den Stakeholdern (egal ob B2B oder B2C).

Beispiele: Apple, Nestlé, Coca-Cola

Google Dublin Office Branding 2

Employer Branding

Es geht darum, ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber (Employer Branding) zu positionieren, um qualifizierte Kandidaten anzuziehen und bestehende Mitarbeiter zu halten.

Beispiele: Google, Amazon, BCG

Lachender Richard Branson im Smoking mit weiĂźen Haaren und Bart, ein Beispiel fĂĽr Personal Branding in einem formellen Umfeld.

Personal Branding

Beim Personal Branding bauen Einzelpersonen ihre eigene öffentliche Identität auf, die sich an eine bestimmte Zielgruppe richtet.

Beispiele: Oprah Winfrey, Cristiano Ronaldo, Roger Federer

Le Gruyère Käse auf einem Holzbrett neben Blätterteiggebäck, ein Beispiel für geographisches und Produktbranding.

Geographisches Branding

Geografisches Branding bezieht sich auf die Praxis, ein Produkt oder eine Dienstleistung mit einem geografischen Gebiet zu verknĂĽpfen.

Beispiele: Victorinox, Patagonia, Timberland

Swatch-Uhr im NASA-Design auf mondähnlicher Kulisse, ein kreatives Beispiel für Space Co-Branding und innovative Markenkooperationen.

Co-Branding

Bei Co-Branding kreieren zwei oder mehr starke Marken, ein gemeinsames Produkt oder eine gemeinsame Dienstleistung.

Beispiele

  • Breitling und Mustang

  • Swiss Air und Victorinox

  • James Bond (007) und Omega

Tim Cook auf der BĂĽhne des Apple Events 2019, zeigt die Dreifachkamera des iPhone 11 Pro, ein Highlight der technologischen Innovation.

Event Branding

Bei Event Branding wird ein bestimmtes Ereignis oder eine Veranstaltung als Marke präsentiert, um Aufmerksamkeit und Engagement zu erzeugen.

Beispiele: Art Basel, World Economic Forum (WEF), Locarno Film Festival

Service Branding

Bei Service Branding geht es darum, ein einzigartiges Image fĂĽr einen Dienst zu schaffen, um ihn von konkurrierenden Diensten auf dem Markt abzuheben.

Beispiele: Amazon Prime, Apple Care, Starbucks Rewards

Wanderszenen mit Rivella-Getränk, präsentiert in Story-Posts, ein authentisches Beispiel für Influencer Branding und Outdoor-Aktivitäten.

Influencer Branding

Hierbei nutzen Brands die Beliebtheit und den Einfluss von bekannten Persönlichkeiten oder Influencern, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben.

Beispiele: Swisspers, Freitag, Rivella

Branding Bereiche: Aus welchen Elementen besteht Branding?

Branding ist ein System aus strategischen, gestalterischen und verhaltensbezogenen Elementen — die alle ineinandergreifen. Eine Veränderung an einer Stelle wirkt sich auf das Gesamtbild aus.

Branding setzt sich aus vielen einzelnen Teilbereichen zusammen. Da Branding ein Prozess ist und je nach Branding-Art sich unterschiedlich gestalten kann, sind manche Disziplinen fliessend. Diese Elemente agieren und interagieren miteinander, demnach haben diese Einfuss aufeinander. Heisst, kleine Anpassungen an den Parametern haben eine Auswirkung auf das Gesamtresultat.

Strategische Elemente

Grundelemente

  • Markenidentität: Das visuelle Erscheinungsbild und die Persönlichkeit
  • Markenpositionierung: Wiederholt sich, siehe strategische Elemente
  • Markendesign: Die visuellen Elemente wie Logo, Farbpalette, Schriftarten, die die Marke repräsentieren
  • Markenkommunikation: Die Art und Weise, wie mit der Zielgruppe kommuniziert wird, einschlisslich Werbung und Botschaften
  • Markenverhalten: Das Verhalten und die Handlungen der Marke, die ihre Werte und Versprechen widerspiegeln
  • Markenversprechen: Die vermittelte und gesendete Botschaft

Beeinflussende Elemente

  • Markenimage: Die subjektive Wahrnehmung und Assoziationen, die Menschen mit der Marke haben
  • Markenkapital: Die langfristige Wertsteigerung durch positive Wahrnehmung und Vertrauen
  • Markentreue: Die Neigung der Kunden, der Marke treu zu bleiben und wiederholt Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen
  • Markenbekanntheit: Der Grad, in dem der Brand in der Zielgruppe bekannt ist
  • Kundensicht (Kundenperspektive): Was Kunden wahrnehmen und erleben

Zielgruppen, die Marken beeinflussen

  • Märkte: Die verschiedenen Marktsegmente und Zielgruppen, die targetiert werden
  • Ă–ffentlichkeit: Die breitere Bevölkerung und die Medien, die die Marke wahrnehmen
  • Käufer: Personen, die die Produkte oder Dienstleistungen des Brands erwerben
  • Mitarbeiter: Interne Mitglieder des Unternehmens, die die Marke repräsentieren und beeinflussen
  • Investoren: Personen oder Institutionen, die in die Organisation investieren
  • Behörden: Abhängig von der Unternehmensgrösse und -branche können Regulierungsbehörden und staatliche Stellen die Strategie beeinflussen

Was sind die Schritte, um eine Markenidentität zu definieren?

Branding aufzubauen ist ein strukturierter Prozess — von der Strategie über das Design bis zur Verankerung in allen Kommunikationskanälen. Die Reihenfolge ist entscheidend: Identität vor Gestaltung, Gestaltung vor Kommunikation.

Um eine Branding-Strategie zu entwickeln, sind einige Schritte erforderlich. Diese können je nach Marken-Art, Branche und Business-Modell variieren. Daher sind die folgenden Schritte eher allgemein gehalten.

Marke richtig aufbauen und nachhaltig Branding betreiben? Mit Branding Workshop zeigen wir gerne wie.

Definition des Markenkerns

Als Erstes sollte der Markenkern definiert werden. Hier werden die grundlegenden Werte, den Zweck und das Visionstatement sowie das Missionstatement der Marke festgelegt. Der Markenkern bildet das Fundament, auf dem das gesamte Branding aufbaut.

  • Was unterscheidet den Brand von der Konkurrenz (bedenke: Qualität allein ist meist kein Merkmal, welches den Brand genĂĽgend von den Konkurrenten abhebt)?

  • Was sind die Stärken des Unternehmens?

  • Wie soll das Unternehmen wahrgenommen werden?

  • Welche Geschichten machen uns einzigartig (Storytelling)?

Definition der Markenstilistik

Bei der Markenstilistik geht es darum, den visuellen Markenauftritt des Brands zu gestalten – das Markenlogo, die Farbpalette, das Schriftbild und andere visuelle Elemente. Die Markenstilistik sollte die Persönlichkeit und Positionierung der Marke widerspiegeln.

Interne Prozesse anpassen

Es ist auch entscheidend, interne Prozesse auf den Brand auszurichten. Alle Mitarbeitenden und Marketing-Materialien sollten die Markenwerte reflektieren. Eine konsistente Kundenerfahrung und ein stimmiges Markenimage entstehen, wenn die internen Abläufe mit der Marke im Einklang stehen.

Branding durch Marketingaktivitäten

Schliesslich ist es wichtig, das Branding durch Marketingaktivitäten zu etablieren. Dies kann die Verwendung von Social Media, Content-Marketing, Werbung und anderen Kanälen umfassen, um die Marke bekannt zu machen und eine starke Präsenz aufzubauen. Durch gezielte Marketingmassnahmen wird das Branding gefestigt und der Brand kann erfolgreich im Markt positioniert werden.

Brand Guidelines & Styleguide dokumentieren

Alle Ergebnisse aus Strategie und Design werden in Brand Guidelines und einem Styleguide schriftlich festgehalten. Diese Dokumente sind die Verfassung der Marke — sie stellen sicher, dass alle Touchpoints konsistent wirken, unabhängig davon, wer die Marke anwendet. Ein Styleguide regelt unter anderem Logo-Verwendung, Farbpalette, Typografie, Bildsprache, Tonalität und den Umgang mit der Brand Architecture.

Beispiele fĂĽr erfolgreiches Branding

Starke Marken entstehen nicht durch Zufall. Diese Beispiele zeigen, wie konsequente Markenarbeit — über Jahre und Jahrzehnte — zu Marktführerschaft und emotionaler Bindung führt.

Patagonia Green Branding Anzeige: Wassersportler paddelt auf einem Outrigger-Kanu durch türkisblaues Meer – nachhaltige Outdoor-Marke, die Naturverbundenheit betont.

Patagonia

Yvon Chouinards Grundsatz «Qualität, die lange hält» und kompromisslose Haltung formen ein Unternehmen, das ohne herkömmlichen Marketingaufwand Millionenumsätze erzielt. Die Marke pflegt ein konsequentes Branding, das Nachhaltigkeit und Qualität spürbar macht und so eine treue Community schafft.

Eine Hand hält eine Packung Zweifel Paprika Chips mit Schweizer Alpensalz und Rapsöl vor einer schneebedeckten Berglandschaft. Die Szene verbindet Genuss mit Natur und Alpenfrische.

Zweifel

Zweifel ist eine bekannte Schweizer Marke für Snack-Produkte, insbesondere für ihre Chips. Ihre Markenidentität basiert auf Qualität, Geschmack und Schweizer Herkunft. Die Marke verspricht, nur die besten Kartoffeln und hochwertige Zutaten zu verwenden. Besonders die Fernseh-Kampagne «Wir tun alles für die besten Chips» hat die Marke in den Köpfen zementiert.

Modern eingerichtetes Victorinox-Geschäft mit roten Akzenten, Koffern, Taschen und einem großen Schweizer Kreuz an der Rückwand. Eine geschwungene Treppe ergänzt das elegante Brand Design.

Victorinox

Victorinox, der Hersteller des weltberühmten Schweizer Taschenmessers, hat eine Markenidentität, die auf Zuverlässigkeit, Vielseitigkeit und traditionellem Handwerk basiert. Ihre Produkte sind ein Symbol für Schweizer Präzision und Qualität.

Eine Rivella-Flasche steht auf einer Picknickdecke, umgeben von frischen Lebensmitteln wie Käse, Weintrauben, Tomaten, Wassermelone und Salatgläsern.

Rivella

Rivella ist ein beliebtes Schweizer Erfrischungsgetränk. Die Marke steht für Einzigartigkeit, da sie auf einer geheimen Rezeptur mit Milchserum basiert. Rivella betont auch den Schweizer Ursprung und ihre Rolle als Erfrischungsgetränk für aktive und gesundheitsbewusste Menschen.

Coca-Cola-Werbeplakat an einer Betonwand mit der Aufschrift «Share a Coke with Yussuf» und einer klassischen Glasflasche.

Coca-Cola

Coca-Cola's Branding ist stark emotional, mit einem Fokus auf Freude, Gemeinschaft und Nostalgie. Ihr rotes und weisses Farbschema und ihre charakteristische Schriftart sind ikonisch.

Großes LEGO-Wandbild auf einem Backsteingebäude mit gelbem Hintergrund. Zu sehen sind ein LEGO-Dinosaurier und eine LEGO-Figur mit einer Karotte. Perfekte Markeninszenierung im urbanen Raum.

Lego

Lego ist eine weltbekannte Spielzeugmarke, die auf Kreativität, Phantasie und Lernen durch Spielen basiert.

Die Marke hat eine starke emotionale Verbindung zu Kindern und Erwachsenen gleichermassen. Und ist der Ineinandergreifenden Kunststoffbausteine.

Globale Markenwerte im Vergleich: Was starke Marken wert sind

Top Markenwerte global 2024 in Mrd. USD (Interbrand Best Global Brands)

MarkeMarkenwert
Apple503 Mrd.
Microsoft316 Mrd.
Amazon177 Mrd.
Google170 Mrd.
Samsung100 Mrd.

Interbrand Best Global Brands 2024

Das Fazit zum Thema Branding

Das Branding ist ein multidisziplinärer, strategischer Prozess, bei dem jedes Element zur Gesamtbotschaft und den Geschäftszielen beitragen muss. Gezielte Markenstrategien und eine gute Positionierung tragen dazu bei, die Bekanntheit zu steigern und zu fördern.

Branding ist mehr als nur die Schaffung eines Brands. Sie ist die BrĂĽcke zwischen der Marke, also den Produkten, dem Unternehmen oder was auch immer in der Marke vertreten ist, und dem Konsumenten, der Zielgruppe.

Branding ist ein langfristiger Prozess, der viele Jahre bis Jahrzehnte dauern kann. Branding dauert so lange, weil es ein funktionaler Prozess ist. Das bedeutet, dass sich mehr Menschen an das Unternehmen, Produkt oder Service erinnern, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie es kaufen.

Was kostet Branding?

Die Kosten hängen vom Umfang, der Unternehmensgrösse und der beauftragten Agentur ab. Als Orientierung:

  • Brand Audit ab 3'000 CHF
  • Markenstrategie ab 9'000 CHF
  • Brand Story ab 7'000 CHF
  • Namensgebung ab 5'000 CHF
  • Brand Design ab 7'000 CHF

Woher kommt der Begriff Branding?

Der Begriff stammt vom altnordischen Wort «Brandr», was «brennen» bedeutet. Seit dem Mittelalter wurde «Brandzeichen» verwendet, um Vieh zu markieren und Besitzansprüche zu kennzeichnen — die Urform der heutigen Markenidentifikation.

Was ist Branding?

Branding ist der gezielte Aufbau einer Marke im Bewusstsein der Zielgruppe. Es umfasst alle Massnahmen, die einer Organisation, einem Produkt oder einer Dienstleistung eine unverwechselbare Identität, ein emotionales Image und eine klare Positionierung verleihen.

Was ist der Unterschied zwischen Branding und Marketing?

Branding schafft die Identität und das Image einer Marke — es definiert, wer die Marke ist. Marketing verbreitet diese Botschaft und bewirbt Produkte oder Dienstleistungen. Branding ist langfristig und strategisch, Marketing oft kurzfristig und kampagnenbezogen.

Was ist der Unterschied zwischen Brand und Branding?

Ein Brand ist das Ergebnis — die Marke, wie sie in den Köpfen der Menschen existiert. Branding ist der aktive Prozess, der diesen Brand aufbaut, formt und pflegt.

Wann brauche ich eine Branding-Agentur?

Eine Branding-Agentur ist sinnvoll, wenn Du eine neue Marke aufbaust, eine bestehende Marke schärfen oder repositionieren willst, nach einer Fusion oder Übernahme eine neue Markenstruktur brauchst oder wenn Du feststellst, dass Deine Marke im Markt nicht klar wahrgenommen wird. Eine externe Perspektive erkennt blinde Flecken, die intern oft unsichtbar bleiben.

Wie lange dauert Branding?

Branding ist kein Projekt mit Ablaufdatum — es ist ein kontinuierlicher Prozess. Der initiale Aufbau einer Markenidentität (Strategie, Design, Guidelines) dauert typischerweise 3 bis 6 Monate. Die Verankerung der Marke im Bewusstsein der Zielgruppe — also messbarer Brand Recall und emotionale Bindung — erfordert in der Regel 2 bis 5 Jahre konsequenter Markenkommunikation.

Was ist der ROI von Branding?

Der Return on Investment von Branding zeigt sich in mehreren Dimensionen: höhere Umsätze (laut Esch Brand Consultants +18 % gegenüber Wettbewerbern), bessere Margen durch Preismacht (+17 % Preisvorteil), niedrigere Marketingkosten durch organische Weiterempfehlung und höhere Anlegerrenditen. McKinsey dokumentiert, dass die 40 stärksten Marken zwischen 1999 und 2019 fast doppelte Anlegerrenditen im Vergleich zum MSCI World Index erzielten.

Was ist der Unterschied zwischen Branding und Corporate Identity?

Corporate Identity (CI) ist der übergeordnete Rahmen, der das Selbstbild eines Unternehmens in Verhalten, Kommunikation und Design beschreibt. Branding ist die Aussenwirkung — wie die Marke bei der Zielgruppe ankommt und wahrgenommen wird. Die CI ist der Plan, Branding die Umsetzung im Markt. Zum CI-System gehören: Corporate Behavior, Corporate Communication und Corporate Design.

Source References

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