Von Schönheit geblendet: der Halo-Effekt

Definition

Der Halo-Effekt (englisch fĂĽr Heiligenschein) ist eine kognitive Verzerrung aus der Sozialpsychologie. Dabei leitet man von bekannten Eigenschaften einer Person auf unbekannte ab.

Der Halo-Effekt kann unsere Wahrnehmung stark beeinflussen. Diese kognitive Verzerrung lässt uns von positiven Eigenschaften in einem Bereich auf andere Eigenschaften schliessen. In diesem Beitrag erfährst Du, wie der Halo-Effekt funktioniert und welche Auswirkungen er auf unsere Entscheidungen hat.

Freigestelltes Portrait von Sibylle Löwe mit Brille und geblümter Bluse
Sibylle Löwe
Creative Director
Table Of Contents
Table Of Contents

    Was ist der Halo-Effekt?

    Der Halo-Effekt ist eine kognitive Verzerrung. Positive EindrĂĽcke in einem Bereich beeinflussen unsere Wahrnehmung in anderen Bereichen.

    Ein Beispiel: Person A findet Person B sympathisch. Da Person A generell Menschen, die grosszĂĽgig sind, sympathisch findet, wird sie ohne weiteren Hinweis annehmen, dass Person B ebenfalls grosszĂĽgig ist.

    Eine positive Verzerrung wird auch als Halo-Effekt bezeichnet, eine negative als Horn-Effekt.

    Definition: Halo-Effekt

    Der Halo-Effekt (englisch fĂĽr Heiligenschein) ist eine kognitive Verzerrung aus der Sozialpsychologie. Dabei leitet man von bekannten Eigenschaften einer Person auf unbekannte ab.

    Wo tritt dieser Effekt auf?

    Der Halo-Effekt zeigt sich oft bei Äusserlichkeiten. Ein typisches Beispiel: Man nimmt an, dass eine attraktive Person auch freundlich, intelligent und gesellig ist. Wir schreiben ihr positive Eigenschaften zu, obwohl wir sie nicht kennen. Der Halo-Effekt ist ein Urteilsfehler und spiegelt persönliche Vorlieben, Vorurteile und soziale Wahrnehmung wider.