Definition: die Stufe zwischen Kennen und Kaufen
Was Präferenz entstehen lässt
Markenpräferenz messen
Präferenz in Zahlen: vertraut schlägt neu
Anteil der Konsumenten, deren Kaufverhalten die vertraute Marke begünstigt – drei internationale Mehrländer-Befragungen mit 5'000 bis über 30'000 Teilnehmenden.
| Aussage | Anteil |
|---|---|
| Vertrauen in die Marke ist kaufentscheidend (Edelman) | 81 % |
| Bevorzugen bei Neuprodukten vertraute Marken (Nielsen) | 59 % |
| Zahlen mehr fĂĽr ein vergleichbares Produkt einer vertrauten Marke (Salsify) | 45 % |
Edelman Trust Barometer Special Report «In Brands We Trust?» 2019 (16'000 Befragte, 8 Länder); Nielsen Global New Product Innovation Survey 2015 (30'000+ Befragte, 60 Länder); Salsify Consumer Research 2022 (ca. 5'000 Befragte, USA/UK/DE/FR)
Bekanntheit kann man kaufen – Präferenz muss man verdienen. Deshalb misstrauen wir Kampagnenzielen wie ‹mehr Sichtbarkeit›. Die spannendere Frage ist immer: Wählen uns die Leute auch, wenn wir gleich teuer sind wie die anderen?SibylleAutorin
Präferenz aufbauen: Konsistenz schlägt Kampagne
Verbunden schlägt zufrieden: Was Präferenz wert ist
Emotional verbundene Kunden im Vergleich zu lediglich zufriedenen: Weiterempfehlungsrate aus der Motista-Analyse von über 100'000 Kunden bei mehr als 100 Händlern sowie der Mehrwert pro Kunde gemäss Harvard Business Review.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Weiterempfehlung: emotional verbundene Kunden (Motista) | 71 % |
| Weiterempfehlung: bloss zufriedene Kunden (Motista) | 45 % |
| Höherer Kundenwert emotional verbundener Kunden (HBR) | +52 % |
Motista Retail Study 2018 (100'000+ Kunden, 100+ Retailer); Zorfas/Magids: «An Emotional Connection Matters More than Customer Satisfaction», Harvard Business Review 2016
Häufige Fragen zur Markenpräferenz
Was ist der Unterschied zwischen Markenpräferenz und Markenloyalität?
Präferenz ist die Bevorzugung im Entscheidungsmoment, Loyalität das wiederholte Bleiben über Zeit – auch gegen Widerstände wie höhere Preise. Präferenz ist die Vorstufe, Loyalität das Ergebnis vieler eingelöster Präferenzen.
Kann eine unbekannte Marke Präferenz aufbauen?
Nicht direkt – Präferenz setzt Bekanntheit voraus. Aber sie kann in einer kleinen, klar definierten Zielgruppe schnell entstehen: lieber bei hundert richtigen Personen die erste Wahl sein als bei zehntausend eine von vielen.
Wie erkenne ich sinkende Markenpräferenz?
Frühindikatoren sind sinkende First-Choice-Werte in Befragungen, wachsende Preissensibilität und rückläufige Direktsuchen nach der Marke. Wer erst am Marktanteil merkt, dass die Präferenz kippt, ist spät dran.
Welche Rolle spielt der Preis?
Der Preis ist der Härtetest der Präferenz: Echte Bevorzugung übersteht einen moderaten Aufpreis. Wer nur bei Aktionen gewählt wird, hat Konditionen-Präferenz – keine Markenpräferenz.


