Markentypen: Welche Arten gibt es? Alle Brand Typen erklärt

Markentyp – Definition

Markentypen sind Einteilungen von Marken nach bestimmten Kriterien – zum Beispiel nach ihrer rechtlichen Funktion, ihrer Markenarchitektur oder nach ihren sichtbaren und hörbaren Merkmalen.

Warum der Markentyp wichtig ist

Der passende Markentyp entscheidet mit, ob eine Marke schützbar und wiedererkennbar ist. Je nachdem, ob eine Marke als Wort-, Bild- oder Wort-Bild-Marke angemeldet wird, unterscheiden sich Schutzumfang, Flexibilität und Wirkung – die bewusste Wahl legt damit ein Fundament der Markenstrategie.

Freigestelltes Portrait von Sibylle Löwe mit Brille und geblümter Bluse
Sibylle Löwe
Creative Director
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    Was sind Markentypen?

    Einerseits haben wir die rechtliche Perspektive, anderer Seite haben wir die Perspektive, Marken anhand ihrer Eigenschaften in Typen einzuteilen. Dann gibt es noch die Möglichkeit, Marken anhand der Markenarchitektur zu unterteilen.

    Es gibt unterschiedliche Perspektiven, wie man Markentypen einteilen kann oder sollte, da es unterschiedliche Aspekte gibt, in welche Typen Marken geteilt werden könne.

    Abgrenzung zwischen Markenart und Markentyp

    Markenart und Markentyp sind zwei unterschiedliche Konzepte zur Einteilung von Marken. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Elemente einer Marke.

    Markenart

    Die Markenart definiert, wie oder zu welchem Zweck eine Marke eingesetzt wird. Beispielsweise dient eine Individualmarke zur Kennzeichnung der Produkte eines einzelnen Unternehmens, während eine Kollektivmarke Waren oder Dienstleistungen einer Unternehmensgruppe repräsentiert. Eine Garantiemarke hingegen garantiert bestimmte Qualitäten oder die Herkunft von Waren und Dienstleistungen.

    Markentyp

    Der Markentyp beschreibt die konkreten Merkmale oder Charakteristika einer Marke. Beispiele hierfür sind Wortmarken, Bildmarken oder Kombinationen daraus. Diese Kategorien orientieren sich an der visuellen oder akustischen Präsentation der Marke.

    Welche Markentypen gibt es?

    Marken fungieren als Identifikationsmittel für Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens. Sie können in verschiedenen Formen auftreten, darunter Text, Grafiken, dreidimensionale Elemente oder sogar akustische Signale. Sie dienen dazu, das Angebot eines Unternehmens von dem der Mitbewerber abzuheben.

    Wortmarken

    Wortmarken bestehen einzig aus Schriftzeichen, sei es Wörter, Slogans oder eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Farbliche Aspekte sind hier nicht von Bedeutung.

    Beispiele

    • Wörter, Markennamen oder Markenbezeichnungen, Beispiel: Breitling
    • Buchstabenkombinationen, Beispiel: ABB
    • Zahlenkombinationen, Beispiel: 501
    • Slogans, Claims oder WerbesprĂĽche, Beispiel: Red Bull verleiht FlĂĽgel

    Bildmarken

    Diese Markenkategorie – Bildmarken – setzt vollständig auf grafische Elemente, ohne Text. Die Farbgebung kann hier ein relevanter Faktor sein.

    Beispiele

    • Apple
    • Nike
    • Mammut

    Kombinierte Wort-/Bildmarken

    Bei einer Wort-Bild-Marken handelt es sich um eine Symbiose aus grafischen Elementen und Textbausteinen. Auch in diesem Fall kann die Farbe eine Rolle spielen.

    Beispiele

    • Ricola
    • Nvidia
    • Pepsi

    3D-Marke

    Diese Marke basiert auf einem räumlichen Zeichen, etwa einem Symbol an einem Produkt (Beispiel: Mercedes-Stern). Unter bestimmten Bedingungen kann die Form eines Produkts oder seiner Verpackung als Marke geschützt werden. Heute ist das eher die Ausnahme und eher im Designbereich anzutreffen.

    Beispiele

    • Toblerone

    Klangmarke

    Kurze Melodien können als Klangmarke geschützt werden. Sie werden in Notenform, nicht als Audiodatei, eingereicht.

    Beispiele

    • Migros
    • Coca-Cola

    Farbmarke

    Ein Schutz besteht nur für eine Farbe oder eine Farbkombination. Die Farbcodes müssen international anerkannt sein (Beispiel: Pantone, RAL). In der Regel sind Farben nicht schutzfähig, es sei denn, sie haben sich als identitätsstiftend etabliert.

    Beispiele

    • Postgelb (RAL 1004, Pantone 116 C/109 U)

    Hologrammmarke

    Hier wird ein dreidimensionales Bild eines Objekts oder einer Objektgruppe geschĂĽtzt. Der 3D-Charakter oder unterschiedliche Ansichten variieren je nach Betrachtungswinkel.

    Beispiele

    • Arkopharma

    Bewegungsmarke

    Diese Marke besteht aus einer Sequenz bewegter Bilder oder Texte. Bei der Registrierung mĂĽssen die einzelnen Phasen detailliert beschrieben werden.

    Beispiele

    • Swisscom's rotierendes Objekt

    Positionsmarke

    Sie ist charakterisiert durch ein konstantes Element, das an einer festgelegten Position auf dem Produkt platziert ist.

    Beispiele

    • Vans' V-förmiger Streifen

    Häufig gestellte Fragen zu Markentypen

    Was ist ein Markentyp?

    Ein Markentyp ist die Einteilung einer Marke nach ihrer Erscheinungsform, zum Beispiel Wort-, Bild- oder Wort-Bild-Marke.

    Welche Markentypen gibt es?

    Wortmarke, Bildmarke, Wort-Bild-Marke, 3D-/Formmarke, Farbmarke, Klangmarke sowie Positions-, Bewegungs- und Hologrammmarke.

    Was ist der Unterschied zwischen Markentyp und Markenart?

    Der Markentyp beschreibt die Erscheinungsform, die Markenart Funktion und Verwendungszweck.

    Welcher Markentyp eignet sich fĂĽr neue Unternehmen?

    Meist die Wort- oder Wort-Bild-Marke, da der Name im Zentrum steht und Wiedererkennung aufbaut.