Was ist ein Logo?

Das Logo ist das wichtigste visuelle Element einer Marke, eines Brands. Es ist ein grafisches Zeichen – auch Signet genannt – und ist mit dem Gesicht des Menschen zu vergleichen. Ein gutes Logo zeigt sich dadurch aus, dass es die Markenwerte repräsentiert.

Das Logo repräsentiert eine Marke beziehungsweise ein Unternehmen, eine Organisation, eine Privatperson oder auch ein bestimmtes Produkt. Dabei unterscheidet man im Kern in 3 unterschiedliche Logo-Arten: Bildmarke, Wortmarke oder Wort-Bild-Marke. Doch mehr dazu später.

Ein häufiger Irrtum: Die Begriffe Logo und Marke werden miteinander verwechselt. Das Logo ist nur ein Bestandteil einer Marke – des gesamten Brands. Was eine Marke ist, können Sie Was ist eine Marke? lesen.


Wofür ist ein Logo gut?

Ein Logo ist heute wichtiger denn je: Es transportiert den «ersten Eindruck», lange bevor wir angefangen haben, uns mit den darum herum befindlichen Texten auseinanderzusetzen.

Viele Unternehmer unterschätzen heutzutage die Bedeutung eines anspruchsvollen und gut durchdachten Logos. Ein Logo sollte die Identität und Werte einer Marke, heisst einer Organisation, Person oder eines Unternehmens widerspiegeln. Die Kunst im Logodesign besteht darin, mit möglichst wenigen Elementen und noch weniger Farben die Markenphilosophie darzustellen.


Woher kommt das Logo?

Das Wort Logo stammt aus dem griechischen (logos) und bedeutet «Wort» und stellt die Abkürzung für Logotype dar – zu grichisch typos was so viel heisst wie «Buchstabe».

Die Herkunft des Wortes Logo stammt aus dem griechischen, es steht für «sinnvolles Wort»

Logos bestehen aus sehr vereinfachten Formen, welche mit etwas anderem assoziiert werden sollen und in diesem Zug ein Sinnbild dafür werden.

Urformen des Logos sind in der Antike zu finden, z. B. in den Monogrammen von Herschern oder Dynastien, welche als Siegel für Briefe oder auf Münzen verwendet wurden.

In der Renaissance entwickelten Goldschmiede und Kunsthandwerker Stempelzeichen, welche mit ihnen in Verbindung gebracht werden sollten. Ungefähr zu dieser Zeit entstand auch die Exlibris: Ein Symbol, welches den Besitz von Büchern kennzeichnen sollte.


Das Logo und die Corporate Identity

Das Logo sollte sämtliche Marken oder Unternehmens Grundsätze in sich tragen, die eine Firma nach aussen hin repräsentieren will. Von der Typografie bis hin zur Dynamik. Es muss in den Marken oder Corporate Design Farben gehalten werden.

Ein Logo darf nie im Widerspruch zum Unternehmen oder der Marke stehen. Ebenfalls darf es nicht ähnlich ausfallen, wie das Logo eines Mitbewerbers. Abgesehen von rechtlichen Problemen, welche dadurch auftreten könnten, würde ebenfalls eine Verwechslungsgefahr für den Kunden bestehen. Das würde sich negativ auf den Markenwert ausdrücken.


Die drei Logo-Arten

Es gibt drei unterschiedliche Logo Arten, in welche jedes Logo eingeordnet werden kann. Diese drei Arten helfen dabei, mehr Orientierung in die Frage des guten Logos zu bringen und vereinfacht das Verständnis für die möglichen Optionen.

Die Bildmarke

Bildmarken wirken ohne Text, stellen ein Bild oder abstraktes Zeichen dar. Die Wirkung des Logos entfaltet sich beim Anblick im Kopf des Betrachters. Unternehmen nutzen es als Marken- oder Firmen-Logo.

Diese Art Logos funktioniert nach dem Prinzip «weniger ist mehr». Sie haben den höchsten Wiedererkennungswert, informieren emotional und schneller als andere Logo-Arten, da sie die visuellen Möglichkeiten im Kopf des Betrachters nutzen.

Wortmarke oder Zeichenmarken

Es gibt zwei Typen von Typografie-Logos: Zeichenmarken und Wortmarken.

Wortmarken sind aus zusammenhängenden Worten. Das Besondere ist, dass die Schrift speziell für das Unternehmen / Produkt entwickelt wurde. Farben und grosse Zeichenabstände steigern die Wiedererkennung.

Zeichenmarken sind aus einzelnen Buchstaben mit hohem individuellem Wiedererkennungswert. Schrift-Logos zeichnen sich durch Buchstaben in unterschiedlicher Anordnung, Farben, Schrifttypen und den Massen aus.

Wort-Bildmarke

Wort-Bildmarken sind eine Erweiterung der Bildmarken. In ihnen werden Schrift oder Symbole mit Bildern kombiniert.

Der Vorteil der Wort-Bildmarke liegt in der Informationsweitergabe in Form von Typografie. Man erhält konkrete Informationen zur Bild-Marke. Unternehmen mit breiten Zielgruppen nutzen häufig Wort-Bild Logos.

Je nach Bekanntheit eines Produkts oder Marke, treten verschiedene Kombinationen des Logos als Bildmarke mit oder ohne Schrift auf.

Die Anwendungsformen des Logos

Die Aufgabe eines Logos besteht darin, medienübergreifend der «rote Faden» für die (Wieder-)Erkennbarkeit der Marke zu sein:

  • Das Logo solle einen bleibenden Eindruck bei der relevanten Zielgruppe hinterlassen
  • Es muss Wiedererkennung und Unverwechselbarkeit schaffen
  • Es stellt eine Orientierungshilfe für die Zielgruppe in übersättigten Märkten dar
  • Es muss die Marke von den Mitbewerbern abgrenzen
  • Ein gutes Logo gibt dem Konsumenten auf eine subtile Art die Information wie diese am Markt positioniert ist
  • Ein Logo sollte immer die Zielgruppe ansprechen
  • Zudem sollte es die Kernwerte der Marke an die Zielgruppe kommunizieren
  • Es dient als Kenn- und Merkzeichen und als Repräsentation des Unternehmens oder der Marke
  • Ein gutes Logo zeigt, in welcher Branche die Firma tätig ist
  • Ein gutes Logo ist stets funktional

Logos müssen in diversen Anwendungen eingesetzt werden können. In dem Zusammenhang sprechen wir von Anwendungen, welche sich auf Farben aber auch auf Materialien beziehen. Anwendungen, in welchen gute Logos funktionieren:

  • Farbige Anwendungen in den Markenfarben
  • Rein schwarze, weisse oder einfarbige Anwendungen
  • Als negative Anwendung auf farbigen Untergründen
  • In Form von Gravuren
  • Prägungen
  • Stanzungen
  • Als 3D-Logo oder plastisches Logo
  • Als Stempelanwendung
  • Als Folien-Umsetzung für POS
  • In digitaler Form für Bildschirme

Eine vielfältige Reproduzierbarkeit sollte gewährleistet sein – ausser Sie beschränken sich auf einen Vertriebskanal. Selbst dann sollten Sie davon ausgehen, dass Werbung in Printmedien mal stattfinden könnte, bzw. dass das Logo auf Ihren Geschäftspapieren «funktionieren» muss – selbst wenn diese kopiert werden und dann ggf. einfarbig sind. Ein gutes Logo sieht von einem Quadratzentimeter bis zur Grossformat-Anwendung mit riesigen Abmassen gut aus.

Zudem muss ein Logo auf vielen Gegenständen angewendet werden können, dazu muss das Logo in grossen und kleinen Anwendungen tadellos funktionieren.

  • Ein Logo muss in digitaler Form aber auch in analoger Form funktionieren
  • Auf Produkt-Verpackungen oder auf dem Produkt selbst, wie T-Shirts, Reifen oder anderen Gegenständen
  • In Form von Beschriftungen auf Schaufenster, Fahne oder anderen grossen Anwendungen
  • In schwarz-weissen Anwendungen wie auf Fax oder Kassenzettel wie auch Stempeln
  • Auf Give-away wie Kugelschreibern, USB-Sticks, auf Regenschirmen
  • Auf Fahrzeugen, Autos oder grossen Fahrzeugen
Alexander Bürgin
Alexander Bürgin

Als Inhaber der Marketing Agentur we dot vermarkte ich die Visionen von Unternehmen – analog und digital. Mithilfe meiner Erfahrungen im Marketing, Branding, der Webentwicklung und Werbung mache ich Marken erfolgreicher.

Veröffentlicht: 08. April 2021
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