Definition: Chunking
Chunking ist die kognitive Strategie, einzelne Informationen zu grösseren, sinnvollen Einheiten („Chunks“) zusammenzufassen, damit das Arbeitsgedächtnis sie leichter aufnehmen und behalten kann.
Wie viele Chunks das Arbeitsgedächtnis fasst
Geschätzte Kapazität des Kurzzeit- bzw. Arbeitsgedächtnisses in Informationseinheiten (Chunks): Millers klassische Schätzung «7 ± 2» (1956) und Cowans Neuvermessung «4 ± 1» (2001), jeweils Richtwert und Obergrenze.
| Schätzung | Einheiten |
|---|---|
| Miller 1956: Obergrenze (7+2) | 9 |
| Miller 1956: Richtwert | 7 |
| Cowan 2001: Obergrenze (4+1) | 5 |
| Cowan 2001: Richtwert | 4 |
George A. Miller, «The Magical Number Seven, Plus or Minus Two», Psychological Review, 1956; Nelson Cowan, «The magical number 4 in short-term memory», Behavioral and Brain Sciences, 2001
Häufig gestellte Fragen zu Chunking
Was ist Chunking?
Das Zusammenfassen einzelner Informationen zu grösseren, bedeutungsvollen Einheiten, damit das Gehirn sie leichter behält.
Was ist ein Beispiel fĂĽr Chunking?
Eine Telefonnummer in Blöcken (079 456 32 10) merkt man sich leichter als eine durchgehende Ziffernfolge.
Woher stammt das Konzept des Chunking?
Vom Psychologen George A. Miller, der 1956 die „magische Zahl Sieben plus/minus zwei“ beschrieb.
Wie hilft Chunking im Marketing?
Kurze Claims, gruppierte Angebote und Inhalte in Häppchen senken die kognitive Last und bleiben besser hängen.