Wie unterscheidet sich Markenwechsel von Markentreue?
Welche Gründe führen zu einem Markenwechsel?
Variety Seeking
Variety Seeking beschreibt den Wechsel aus reiner Abwechslungslust und tritt vor allem bei niedrigpreisigen Alltagsprodukten auf. Ein solcher Wechsel ist selten Ausdruck von Unzufriedenheit und kann daher trotz hoher Grundzufriedenheit vorkommen.
Wie lässt sich Markenwechsel begrenzen?
Retention-Sicht
Aus Retention-Perspektive ist die Bindung bestehender Kundschaft meist günstiger als die Neugewinnung. Jeder verhinderte Markenwechsel sichert künftige Umsätze und schützt zugleich vor der Abwanderung zu einem konkreten Wettbewerber.
Woran erkennt man einen Markenwechsel?
Welche strategische Bedeutung hat der Markenwechsel?
Häufig gestellte Fragen
Ist jeder Markenwechsel ein Zeichen von Unzufriedenheit?
Nein. Zwar ist Unzufriedenheit ein häufiger Grund, doch viele Wechsel entstehen aus Abwechslungssuche, günstigeren Angeboten oder veränderten Bedürfnissen. Gerade bei Alltagsprodukten wechseln zufriedene Kundschaft gelegentlich allein aus Neugier, ohne dass die frühere Marke enttäuscht hätte.
Was ist der Unterschied zwischen Wechsel und Abwanderung?
Ein Wechsel kann einmalig und vorübergehend sein, während Abwanderung den dauerhaften Verlust einer Kundenbeziehung meint. Wer nach einem einzelnen Fremdkauf zurückkehrt, ist nicht abgewandert. Erst wenn eine Marke gar nicht mehr in Betracht gezogen wird, liegt echte Abwanderung vor.
Wie helfen Wechselbarrieren gegen den Markenwechsel?
Wechselbarrieren erhöhen die Kosten und den Aufwand eines Wechsels und stabilisieren so die Bindung. Sie sollten jedoch nicht als Ersatz für Zufriedenheit dienen: Gefangene, aber unzufriedene Kundschaft wandert ab, sobald die Barriere entfällt, und äussert sich häufig negativ über die Marke.
Warum ist die Reduktion von Wechseln wirtschaftlich sinnvoll?
Bestehende Kundschaft zu halten ist in der Regel günstiger als neue zu gewinnen, und treue Kundschaft kauft häufiger und empfiehlt weiter. Jeder verhinderte Wechsel sichert künftige Umsätze und verhindert zugleich, dass die abgewanderte Person einen Wettbewerber stärkt.


